Informationen / Biografie über Rudolf Svatunek

Rudolf SVATUNEK Geboren 1946 in Prag (CR). Ausgesiedelt 1968 in die Bundesrepublik Deutschland. Studium 1972 an der staatlichen Hochschule für Musik in Berlin. Seit 1975 tätig als Jazzmusiker (Saxophonist) in Berlin, Wien, Amsterdam, Rom, Athen, London, Paris und Barcelona. Gleichzeitig Beginn der autodidaktischen Arbeit mit Fotografie und Collagen, um seine musikalischen Erlebnisse, die Suche nach den Substanzen und den Zusammenhängen in der Kunst aufzuspüren und seine visuellen Phantasien zu verbinden und auch bildnerisch zu verwirklichen. 1996 Erweiterung der Technik mit abstrakter Ölmalerei und Bildobjekten. Lebt und arbeitet seit 1988 in Köln.
... über die Collagen, Abstrakt und sinnlich zugleich, konzentriert und verschwenderisch öffnet sich eine Welt der Illusion und Symbole. Herausgeschnitten aus dem Kontext ihrer Epochen werden auf der Bühne zeitloser Räume die Symbole neu arrangiert. So wird die Collage zum magischen Muster, zur Chiffre, zum Zeichen. In seiner Entzifferung enthüllt sich das unmenschliche Gesicht einer Welt des schönen Scheins. Der Traum der Vernunft ist zum Alptraum mutiert. Im Vergleich zum reflektiert analytischen Stil der Collagen findet er in der Ölmalerei eine neue Formensprache: es öffnet sich eine Mikrowelt organischer Formen und natürlicher Farben. Wie in seiner Musik geht er auf die Suche nach Rhythmen und Harmonien: er erlebt und gestaltet seine Bilder wie Kompositionen - umgesetzt auf visuelle Art und im Empfinden identisch. Es entstehen Bilder aus dem Unterbewußten, wie er sie auch beim Improvisieren in der Musik erlebt. Rudolf Svatunek setzt Pinselstriche wie Töne - deren Sein durch Anfang und Ende bestimmt ist. So entsteht eine Komposition. Die Objekte in Svatunek´s Bildern verbinden Farbe und Form mit Materialstücken des Alltags - aus dieser Synthese wächst eine neue, eigene Form der Realität. Seit 2000 Erweiterung der künstlerischen Tätigkeit mit digitaler Bildbearbeitung.

Ausstellungen ( Auswahl )

1980 Utrecht Galerie Kunstliefde
1994 Köln Galerie Dieda
1995 Brüssel Galerie L´ Œil
1995 Antwerpen Modern Art Gallery “ Vertigo II “
1995 Leuven Modern Art Gallery “ Vertigo I “
1996 Middleburg Galerie Montparnasse
1996 London Gallery 19
1997 Bergisch Gladbach Galerie Am Brunnen
1999 Düsseldorf Justizministerium des Landes NRW
2000 Krefeld Galerie BENEUN
2000 Neuss Galerie BENEUN
2001 Köln DELLBRÜCKER KUNSTMEILE
2001 Wien 5. VÖAV-Wettbewerb f.
Digitale Bild-verarbeitung ( Platz 62 )
2002 Altenberg Galerie Treffpunkt
2003 Paris Galerie Odile MAUVE